Im letzten Spiel traten die 2. Herren des SCN zu Hause gegen den BSV Kisdorf an – wieder mal nicht in voller Besetzung, da Florian und Thomas aus gesundheitlichen Gründen nur als Zuschauer anwesend sein konnten. Trotzdem hatte sich die Mannschaft vorgenommen, die Saison nach den letzten guten Eindrücken mit einem anständigen Spiel zu beenden. Und es begann auch recht ordentlich. Der Ball lief recht gut und die Würfe gegen die tief stehenden Kisdorf fanden ihr Ziel. Mit 14:14 ging es in den zweiten Abschnitt, in dem das Spiel auch lange Zeit offen blieb, auch wenn sich die Gäste langsam etwas absetzen konnten. Doch ein 25:39 zur Halbzeit war kein Beinbruch, denn bekanntlich sind neun Punkte im Basketball nichts. Allerdings war schon abzusehen, dass der Spielfluss bei den Hausherren langsam verloren ging. Und genau das zeigte sich in der zweiten Halbzeit in erschreckender Weise. In der Offense wurden nun fast durchgehend die falschen Entscheidungen getroffen, was meistens darauf hinaus lief, dass der Ball einfach Richtung Korb geschmissen wurde. Agressives Attakieren der gegnerischen Zone mit vielleicht auch mal einem beherzten Zug zum Korb fand nicht statt. Genau das taten auf der Gegenseite die Kisdorfer und punkteten nun gegen eine Norderstedter Defense, die fast komplett jegliche Körperspannung vermissen lies, nach Belieben. 28:13 Fouls aus Norderstedter Sicht waren die Folge und nur ein Zeichen für die überschaubare Leistung an diesem Tag. Somit war das Endergebnis von 35:79 aufgrund der gezeigten Leistung durchaus richtig, da der SCN vor allen in der zweiten Hälfte nicht mal annährend seine Möglichkeiten ausschöpfte.

Einzig erfreulich war die Freiwurfquote, die bei 80% lag.

Es spielten: Simon (4 Punkte), Gio (4), Erik, Lennart (3/3 FW), Björn, Eike, Edgar, Steffen (14, 10/8 FW), Holger, Bene (6)

Wie bei den 10 kleinen Negerlein im bekannten Kinderlieg ging es bei den 2. Herren vom Auswärtsspiel beim MTV Lübeck zu. Und das, wo man doch gerade in diesem Spiel nach der desaströsen Vorstellung im Hinspiel einiges gut zu machen hatte. Gerade mal sechs Akteure des SCN traten die Reise in die Hansestadt an, so dass sogar der Coach wieder Bandagen und Schuhe schnüren musste, um im zweiten Duell gegen einen Meisterschaftskandidaten innerhalb einer Woche auszuhelfen.

Die Vorzeichen standen also schlecht, entsprechend überraschend ging der SCN erst mal mit 5:2 in Führung. Das ausgeprochen agressive Spiel der Hausherren aus dem Hinspiel blieb aus, so dass die Gäste in Ruhe ihr Set Play spielen konnte. Wer hatte hier wen eingeschläfert? So hätte man dann fragen können. Denn nachdem zuerst die Lübecker kaum zum Korb kamen, folgte im Anschluss eine Phase, in der für die Norderstedter das selbe galt und der MTV bis auf 20:5 davon ziehen konnte. Doch dann entschied sich auch der SCN wieder, am Spiel teilnehmen zu wollen und holte Punkt für Punkt auf. Wären da nicht drollige zwei Minuten zum Ende des zweiten Viertels gewesen, dieser Abschnitt wäre deutlich an den SCN gegangen. Doch auch mit dem 17:29 waren vor allem die Gäste weit gehend zufrieden – soweit man das bei einem Rückstand sein kann.

Vom Pausentee kamen die Marzipanstädter dann doch endlich mit der erwarteten Presse und die zeigte, obwohl man sich eigentlich darauf vorbereitet hatte, bei den Norderstedtern die befürchtete Wirkung. Schnelle Abschlüsse (ohne Erfolg) und überflüssige Ballverluste ließen den Rückstand schnell anwachsen. Eine Umstellung des Pressbreaks brachte dann jedoch Erfolg und die Lübecker Presse verpuffte ein ums andere mal wirkungslos. Nach einem zwischenzeitlichen 33:65 (32. Minute) konnten die Gäste nun noch ein paar Punkte aufholen und hielten die Niederlage mit ihrer Rumpftruppe beim 52:77 noch in einem halbwegs ertragbaren Rahmen.

Es spielten: Eike (2 Punkte), Gio (2), Erik (10), Björn 12 ( 12/8 FW), Steffen (19), Lars (3), Bene (6)

Aber trotzdem wieder mal eine Niederlage, was aber alleine aufgrund der Tabellensituation (SCN Letzter, Geesthacht Zweiter) nicht überraschend kam. Doch in diesem Spiel gelang es den Gastgeber erstmals, über die gesamte Spieldauer konzentriert und engagiert zu bleiben. Die Erkenntnisse aus der letzten Partie sowie eine Ansprache über die Verhältnisse von Foulpfiffen vor dem Spiel brachten hier deutlich Besserung. Und auch in der Offense war fast durchweg der Wille zu erkennen, die Angriffe auszuspielen.

Doch der Reihe nach. Die Vorgabe vor dem Spiel war, die Zone eng zu machen und damit die gegnerischen Centerspieler am punkten zu hindern. Das gelang einerseits, so dass der Geesthachter Topscorer in der ersten Hälfte bei 0 Punkten gehalten werden konnte und am Ende gerade mal auf 10 kam (wobei hier noch ein Anschreibefehler inklusive ist). Doch leider wich der zweite dominante Brettspieler an die Dreierlinie aus und traf von dort auch nach Belieben. Alleine drei mal in den ersten 10 Minuten. Dadurch fiel der Rückstand mit 9:21 deutlicher aus, als er vom Spielverlauf war. Und das zeigte der SCN dann auch in Abschnitt 2. Durch einen 12:0-Run kam die Mannschaft zwischenzeitlich auf drei Punkte und zur Pause immerhin auf sieben Punkte heran. Entgegen allen Erwartungen war das Spiel offen, eine Klassenunterschied, wie in bislang fast allen Partien des SCN, war nicht zu sehen. Und die Norderstedter kämpften weiter, konnten allerdings nicht verhindern, dass der Rückstand langsam wieder anwuchs. Doch bis Anfang des letzten Viertels, als es noch 37:46 stand, war man immer noch nahezu in Schlagdistanz. Einzig zwei weitere Geesthachter Dreier (diese Rubrik gewann der Gast mit 8:2) und dann letztlich doch unkonzentriertere und vorschnelle Abschlüsse vermasselten zum Ende ein wenig das Ergebnis. Doch nach dieser Partie, auch wenn sie mit 44:62 (beste Defenseleistung der Saison) kann die Mannschaft endlich ein wenig hoffnungsvoller in die Zukunft blicken. Denn scheinbar scheinen die Traininginhalte doch langsam zu fruchten – was sicher auch daran liegt, dass die Trainingsbeteiligung 2012 deutlich höher ist als 2011.

Im nächsten Spiel geht es nun zum MTV Lübeck, gegen den man im Hinspiel neben mehreren Verletzten auch die bitterste Pleite einstecken musste. Mal schauen, was dieses mal drin ist.

Es spielten: Edgar, Eike (5 Punkte), Gio (5), Erik (7, 1 Dreier), Lennart (9), Hannes (5, 1 Dreier), Steffen (6), Thomas (2), Holger (1), Bene (4)

Gleich zu Beginn des Jahres ging es gegen den neuen / alten SC / BSV Kisdorf. Auswärts in der altehrwürdigen Ole Vogtei konnten die Norderstedter die erste Hälfte weit gehend offen gestalten, scheiterten aber wiederholt an der fehlenden Konsequenz in der Offense. Die Defense hingegen stand mit nur 32 zugelassenen Punkte bis zum Pausentee ordentlich. Doch nach der Pause stellten die Gastgeber ihre Defense um und erhöhten den Druck auf das Norderstedter Aufbauspiel. Dieses kam nun, zumindest hinsichtlich des Teamplays, fast vollkommen ins Stocken. Zwar konnte der SCN in der zweiten Hälfte mehr Körbe erzielen als in Abschnitt eins, doch diese beruhten weitgehend auf Einzelaktionen. Den Druck, den Kisdorf aufbaute lies der SCN in der Defense wiederum vermissen. Dazu kam, dass die Gastgeber in der zweiten Halbzeit grandiose 15 von 18 Freiwürfe trafen und somit das Ergebnis am Ende auf ein deutliches 80:55 schrauben konnten.

Schon eine Woche später ging es nach Lübeck – dort traf der SCN auf die Lübecker TS. Nach einigen Problemen bei der Anreise war die Mannschaft schließlich komplett in der Halle, allerdings erneut mit einigen personellen Änderungen im Vergleich zur Vorwoche. Vor allem auf den großen Positionen war der SCN recht dünn besetzt, was gegen die recht stattlichen gebauten Lübecker schon mal kein sonderliches gutes Vorzeichen war. Als dann bereits im ersten Viertel Thomas wegen Foulproblemen für längere Zeit auf die Bank musste und Florian wegen einer Platzwunde über dem Auge den Rest des Spiels erst im Krankenhaus und dann auf der Bank verbrachte, war der Größenunterschied noch deutlicher. Beide Wechsel mussten leider zu einem Zeitpunkt vorgenommen werden, als sich der SCN nach verschlafenem Start wieder etwas ran gekämpft hatte. Doch gerade im Anschluss an Flo’s Verletzung war die Konzentration erst mal dahin und das erste Viertel ging deutlich an die Gastgeber. Ab dem zweiten Abschnitt kämpften die SCN-Akteuere dann vorbildlich und glichen die Größennachteile dadurch erst mal weitgehend aus. Und auch wenn der Kampfgeist über das das ganze Spiel anhielt, kamen die Hansestädter im zweiten Abschnitt doch immer wieder am Brett zu schön heraus gespielten Punkten. Die Gäste versuchten in der Offense alles Mögliche, um das auszugleichen, doch leider fehlte hier immer wieder die nötige Konsequenz und das Spielverständnis, da durch die besagten Ausfälle andere auf Positionen ausweichen mussten, die sie so eher nicht spielen. Als Resultat fuhr der SCN mit einem Verletzten und einer 38:76-Packung nach Hause.

In beiden Spielen spielten: Simon (3 Punkte), Gio (16, 3 Dreier, 6/5 FW), Erik (3 ), Lennart (5), Björn (12), Florian (19, 2 Dreier, 4/3 FW), Steffen (6, 4/4 FW), Markus (11), Edgar (2), Eike (4), Thomas (3), Holger (3), Bene (6)

Im letzten Spiel der recht kurzen Hinrunde traf der SCN zu Hause auf den Tabellenführer aus der Kreisstadt. Schnell wurde deutlich, dass es auch in dieser Partie ein Übermaß an Abstimmungsproblemen geben würde. Dieses mal vor allem in der Defense, während die Offense erstmals über alle Viertel halbwegs ausgeglichen erfolgreich war. Aber unter dem eigenen Korb agierten die Gastgeber, egal in welcher Verteidigungsform, nicht als Mannschaft und so kam der MTV Segeberg immer wieder aus allen Positionen zu leichten Punkten. Diese spiegelten sich auch in diversen “Runs” wieder, wie z.B. 0:15 zwischen der 14. und 18. Minute, 0:14 gleich zu Beginn der zweiten Hälfte und 2:16 zwischen 33. und 27. Minute. Das da am Ende der ersten kassierte 100er zu Buch stand, war nicht weiter überraschend.

Schade war zudem, dass das ausgegelichene Scoring nicht noch konsequenter erarbeitet wurde. Nachdem man den nur zu siebt angereisten Segebergen durch energischen Zug zum Korb bereits im ersten Spielabschnitt zumindest mal ausreichend Fouls anhängen konnte, um die Teamfoulgrenze zu überschreiten, folgten im gesamten restlichen Spiel ganze zwei weitere Fouls. Die Punkte der Gastgeber resultierten erneut hauptsächlich aus Einzelaktionen. Entsprechend bedröppelt schauten alle Norderstedter nach dem Spiel aus der Wäsche, denn in der Summe blieb die Mannschaft in jeden Spiel unter den Erwartungen. Und dabei geht es noch nicht einmal darum, dass alle Spiele verloren wurden.

Den Abschluss der Hinrunde bildet nun die Weihnachtsfeier, bei der dann mal in zünftiger Runde und bei entsprechenden Getränken der Sinn und Unsinn des Lebens, aber sicher auch die Aussichten auf die hoffentlich erfolgreichere Rückrunde diskutiert werden.

Es spielten: Simon (2 Punkte), Lennart (10), Eike (2), Erik (4), Holger, Björn (3), Florian (14), Thomas (11), Edgar

Mit der ersten Führung überhaupt in der Saison startete der SCN gegen die dritte Mannschaft der Lübecker TS – 2:0 hieß es nach dem ersten Angriff. Dann aber übernahmen die erfahrenen Hansestädter das Kommando und konnten sich gleich mal auf 8:2 absetzen. Gegen die sehr rustikal und körperlich agierenden Gästen ließen die Norderstedter anfangs die Bereitschaft zur Gegenwehr vermissen, auch wenn in der Offense taktisch recht gut agiert und verhältnismäßig ruhig die Chance zum Abschluss gesucht wurde. So konnte man sich zum Ende des ersten Viertels noch einmal auf 15:18 heran arbeiten und das Spiel offen halten. Allerdings zeigte sich hier schon, dass Thomas (kam direkt vom Möbel und Kartons schleppen) und Florian (kam mit vollem Bauch direkt aus Husum) nicht wirklich ins Spiel fanden. Dennoch wurde im ersten Abschnitt recht gut agiert, was aber im zweiten Viertel komplett eingestellt wurde. Zu früh und zu hektisch wurde abgeschlossen, Mannschaftsspiel fand nicht statt und so war es kein Wunder, dass Lübeck sich, obwohl sie im zweiten Abschnitt auch nur 13 Punkte erzielen konnten, zur Halbzeit weiter absetze. Grundsätzlich waren die Gastgeber bei einem Zwischenstand von 19:31 aber immer noch in Schlagdistanz, was Hoffnung für die zweite Hälfte machte. In der wurde nun am eigenen Korb deutlich engagierter gearbeitet, leider vernachlässigte der SCN dafür aber wiederholt die Rückwärtsbewegung, so dass die Gäste immer wieder zu leichten Fast Break Punkten kamen. Die Folge war ein immer weiter anwachsender Rückstand und bedauerlicher Weise auch im letzten Viertel der komplette Rückfall ins “Nicht-Mannschaftsspiel”. Und wenn dann doch mal sinnvoll agiert wurde, kam auch noch Pech dazu. Vor allem bei Steffen, dem mehrfach der Ball wieder aus der Reuse kugelte. So kann man natürlich kein Spiel gewinnen, auch nicht gegen einen wahrlich nicht übermächtigen Gegner. Der Endstand von 38:71 war sogar verdient, da der SCN einfach nicht in der Lage war, konstant und konsequent zu spielen. Erfreulich war einzig, dass alle Spieler punkten konnten – was bei 38 erzielten Punkten nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Es spielten: Simon (4 Punkte), Eike (2), Erik (2), Lennart (8), Florian (6), Steffen (9, 3/4 FW), Thomas (5), Edgar (2)

Und das ist natürlich in der Altersklasse im doppelten Sinne zu verstehen. Zu den Landesmeisterschaften, die am vergangenen Wochenende in Norderstedt ausgetragen wurden, trat der SCN mit seiner “alten” Herrenmannschaft an. Und das bezieht sich gar nicht mal auf das Alter der Spieler, obwohl einige tatsächlich schon in der Ü40 hätten antreten können, sondern auch auf die Kaderzusammenstellung. Mit Doose, Basti, Peter, Dele, Claus, Stephan, Lars und Lore standen überwiegend Spieler auf dem Parkett, die schon im U30-Alter die Schuhe für den SCN geschnürt hatten. Nur Steffen kam später hinzu, wurde aber natürlich gerne aufgenommen.

Beim Alten war auch alles hinsichtlich des Turnierverlaufs. Die Gastgeber wurden wie immer in den letzten Jahren, wenn mehr als fünf Team teilnahmen, Zweiter in der Gruppe und scheiterten dann im Halbfinale an Lübeck. Aber auch das ist immer wieder beachtenswert, da von den neun Norderstedtern nur noch 2,5 Spieler wirklich basketballerisch aktiv sind, während z.B. die Finalisten aus Lübeck und Hohenwestedt komplett mit Kadern antraten, die zu großen Teilen noch in der Oberliga dem Ball hinter her hecheln.

Aber nun zu den Spielen. In der ersten Partie traf der SCN auf den MTSV Hohenwestedt. Körperlich robuster und weitaus aktiver (einige spielten letztes Jahr noch Regionalliga, alle spielen jetzt noch in der Oberliga oder Bezirksliga) gingen die Mittelholsteiner als klarer Favorit in das Spiel. Eigentlich hatte der SCN keine Chance, nutze diese aber und ging sogar mit einer knappen Führung von 9:8 in die Halbzeit. Gespielt wurde übrigens 2×8 Minuten, um die alten Knochen zu schonen. Diese sehr deutliche Führung konnte nach der Pause sogat auf 11:8 ausgebaut werden, doch dann ging vorne nicht mehr allzu viel. Um nicht zu sagen: Gar nichts, so dass das Spiel am Ende mit 11:18 verloren ging. Sicherlich kein Beinbruch, aber ärgerlich. Und ärgern konnte man sich sehr lange, da das nächste Spiel erst drei Stunden später anstand. Da ging es dann gegen den alten Rivalen des TuS Nortorf. Eine schwache Freiwurfausbeute von 2 Treffern bei 9 Versuchen sowie zwei späte Dreier von Nortorf verhinderten eine Vorentscheidung schon zur Halbzeit. Bis dahin hatten die Norderstedter eigentlich alles im Griff, bis auf die eben erwähnten Punkte, und führten “nur” 14:11. Die Führung konnte auch bis kurz vor Ende gehalten werden, der Sieg schien schon sicher, als ein weiterer Nortorfer Dreier den Ausgleich bedeutete. Im Gegenzug durfte dann Doose noch mal an die Freiwurflinie und verwandelte traumhaft sicher wenigstens einen von zwei Versuchen. Das bedeutete letztlich den 21:20 Sieg, da Nortorf in den verbleibenden Sekunden nicht mehr punkten konnte. Das Halbfinale war also erreicht und dort ging es gegen die Lübecker TS. Und die zeigten, trotz minimierten Kaders, dem SCN die Grenzen auf. Erst eine Umstellung der Defense – ja, zu solchen taktischen Meisterstücken sind die Oldies auch noch in der Lage – brachte eine Verbesserung. Aber da stand es schon 0:14 und am Ende dann 22:37. Eine vollkommen verdiente Niederlage.

Den Finalsieg des MTSV Hohenwestedt gegen die Lübecker TS beobachteten die Norderstedter dann mit müden Knochen und dem verdienten Bierchen von der Tribüne aus. Alles in Allem also ein positiver Abschluss eines doch gelungenen Events. Man hatte sich bewegt, recht gut gespielt, nicht verletzt und ein Bier in der Hand. Was will man mehr?

Die unharmonische Trennung von Trainer John Sable vor rund zwei Wochen hat dem Basketball-Männerteam des 1. SC Norderstedt (2. Regionalliga Nord) offenbar nicht geschadet.

Mit einem 75:69 (17:22, 40:33, 55:54)-Auswärtssieg über den Bramfelder SV schafften die “Snipers” nach dem 82:75-Heimerfolg gegen den SC Rist Wedel II den zweiten Sieg in Folge. In der Tabelle rückte der SCN auf Rang vier vor. “Wir scheinen uns mittlerweile als Favoritenschreck einen Namen zu machen”, sagte Center Oliver Rudolf, der gegen Bramfeld ebenso wie Michael Virus, Martin Franke, Jan Räther, Dennis Hamann und Spielertrainer Jan Schubert aussetzen musste.

 Die Norderstedter hatten die Gastgeber vom zweiten Viertel an mit bissiger Defensivarbeit wiederholt zu überhasteten Abschlüssen kurz vor Ablauf der 24-Sekunden-Frist gezwungen. Der eigene Angriff kam hingegen immer besser in Schwung.

“Leider haben wir uns nach der Halbzeit vom hektischen Spiel der Bramfelder anstecken lassen”, sagte Rudolf, dessen Teamkameraden zu Beginn des Schlussviertels noch einmal in Rückstand (58:59) gerieten. Doch Daniel Musche, René Große und Jan Vandrei drehten den Spieß erneut um.

Punkte des 1. SC Norderstedt: Jan Vandrei (22/2 Drei-Punkte-Würfe), René Große (20/2), Herwig Willke (15/-), Daniel Musche (11/-), Stefan Jansen (4/-), Rico Kernchen (3/1).

 Quelle: Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Norderstedt, 19.11.2011 (ust)

http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/sport/article2095148/SCN-Basketballer-bezwingen-Bramfelder-SV-mit-75-69.html

Beständigkeit sieht anders aus. Erneut veränderte sich der Kader der 2. Herren im Vergleich zum letzten Spiel auf mehreren Positionen. Rückkehrer-Debütant Markus ersetzte den verletzten Florian und auch Simon, Manu und Steffen waren wieder mit von der Partie. Eigentlich keine ganz schlechten Vorzeichen sollte man meinen – doch es kam gänzlich anders. Im Spiel gegen den MTV Lübeck der mit 12 Mann aus ihrem 8er-Kader antraten (eine andere, längere Geschichte) hatte der SCN durchgehend Probleme, ein geordnetes Spiel auf die Beine zu stellen. Gegen die sehr aggressiv und körperlich agierenden Gäste konnte die Zweite zwar die ersten Minuten mehr oder weniger ausgeglichen gestallten, wobei beide Teams recht verhalten punkteten. Doch dann drehten die Lübecker, unterstützt von einer Vielzahl an Ballverlusten durch die Gastgeber, auf und legten einen 16:0-Run bis Ende des Viertels hin.

Das gleiche Bild im zweiten Abschnitt: Lange Zeit scorten beide Teams verhalten, bevor der MTV erneut einen Run hinlegte. Erschwerend kam hinzu, dass mit Simon mit des zweiten Viertels der erste Norderstedter Spieler verletzt auf der Bank Platz nehmen musste, was dem eh schon verworrenen Aufbauspiel einen zusätzlichen Schlag versetzte. Nach genauen Vorgaben zum Ballvortrag, klappte dieser in der zweiten Hälfte zwar deutlich besser. Doch zu Punkten führte das auch nicht, da sich zu Simon alsbald auch Erik, Manu und Bene gesellten und am Ende des dritten Viertels auch noch Doose, der aber mit seinem fünften Foul. Bene und Manu spielten zwar weiter, doch Wechselmöglichkeiten gab es nicht mehr, so dass neben der immer weiter schwindenden Konzentration auch die Kraft fehlte. Zwar trauten sich die Norderstedter nun auch gegen die Lübecker Presse zu ziehen und bekamen so auch diverse Fouls gepfiffen. Aber bei einer Freiwurf-Quote von 5 Treffen bei 20 Versuchen (letztes Viertel: 1 Treffer bei 12 Versuchen) blieb auch das ohne positive Konsequenzen.

So waren alle froh, als dieses Spiel mit einem nicht für möglich gehaltenen Ergebnis gegen immer härter einsteigende Lübecker zu Ende war. Jetzt gilt es, die Wunden zu lecken und daran zu arbeiten, dass die Mannschaft nicht nur in absoluter Bestbesetzung in der Liga konlurrenzfähig ist.

Unter denkbar schlechten Voraussetzungen traten die 2. Herren des SCN beim VfL Geesthacht an. Bis Donnerstag nach dem Training war noch alles in Ordnung was die Kaderstärke anging. Doch dann hagelte es ein paar, vor allem gesundheitsbedingte, Absagen, so dass sich nur noch fünf wackere Mannen zum Spiel beim ambitionierten Aufsteiger aufmachten. Und das auf einen Sonntag nachmittag, um dann auch noch im Stau zu stehen und erst recht zeitnah vor Spielbeginn in die Halle zu kommen. In der nahm dann Coach Lars in Spielerkleidung auf der Bank platz, während Eike, Erik, Holger, Florian und Bene das Spiel begannen. Also ohne nominellen Aufbau der letzten Spiele und ohne wirklichen Center. Aber unter diesen Voraussetzungen schlugen sich die Gäste ganz wacker. Vor allem im zweiten und dritten Viertel, nachdem der erst Spielabschnitt verschlafen wurde und erst mal erkannt werden musste, dass “ohne Foul” nicht gleichzeitig “ohne Defense und Einsatz” heißt. Erst im letzten Viertel sank das Niveau wieder deutlich, als dann einfach auch die Kräfte schwanden. Am Ende stand also eine 42:82 Niederlage und damit ein wenig erbaulicher Abschluss des Wochenendes. Aber aufgrund der Gegenbenheiten sollte man über das Spiel auch nicht mehr allzu viele Worte verlieren und es möglichst schnell abhaken.